Was ist das Tagesgeld?

Das Tagesgeld ist eine Geldanlage, über welche der Kunde relativ zeitnah verfügen kann. Es ist vergleichbar mit einem Sparkonto, da auch hier jederzeit Verfügungen aus dem Guthaben erfolgen können. Das Tagesgeldkonto zeichnet sich aber deshalb als eine sehr viel bessere Variante aus, da die Zinsen, die auf das angelegte Geld erhalten werden, den Zinssatz anderer Sparkonten überschreiten.  Zudem ist nicht, wie bei dem klassischen Sparbuch, ein Buch nötig, mit dem der Kunde zur Bank gehen muss, damit so Gelder aus- und eingezahlt werden können und die Zinsgutschrift erfolgen kann.

  • Das Tagesgeld ist eine kurzfristige Geldanlage
  • Bietet gute Verzinsungen an

Wie funktioniert das Tagesgeld?

Nichts ist einfacher, als das Tagesgeld als eigene Geldanlage zu nutzen. Als Voraussetzung wird ein Referenz-, auch Verrechnungskonto genannt, benötigt, von dem aus das Geld, welches angelegt werden soll, auf das Tagesgeldkonto gebucht wird. Entsprechend dem angebotenen Zinssatz wird nun das auf dem Konto befindliche Geld, Tag für Tag verzinst und das eigene Kapital kann sich nun einfach und stetig vermehren.

Verfügungen über das Tagesgeld – Guthaben auszahlen lassen

Der Grund, warum sich viele Menschen für eine ständig verfügbare Geldanlage, wie es das Tagesgeldkonto ist, entscheiden, ist, dass das Geld nicht fest angelegt wird. Denn schnell kann ein finanzieller Engpass da sein, und so kann sich der Anleger einen Teil oder auch das gesamte angelegte Geld auszahlen lassen.

Der Vorgang erfolgt auch hier wieder über das Referenzkonto, welches nicht immer bei der gleichen Bank als Girokonto geführt werden muss, aber Vorteile bringen kann. Das Geld wird auf das Verrechnungskonto gebucht, was je nach Arbeitszeiten der Bank bis zu drei Tage in Anspruch nehmen kann. Und so steht das Geld dann wieder als verfügbarer Betrag zur Verfügung. Das Tagesgeldkonto ist hiermit nicht definitiv und sofort gekündigt, und kann weiterhin genutzt werden.

Die Vorteile des Tagesgeldes zusammengefasst

  • Einfach und flexible Nutzung
  • Bei fast allen Banken wird kein Mindestanlagebetrag vorausgesetzt
  • Ohne Laufzeiten und Kündigungsfristen, daher täglich verfügbar,
  • Relativ hohe Zinsen, wenn man diese mit anderen Zinsen aus flexiblen Geldanlagen vergleicht,
  • Hohe Sicherheit des angelegten Geldes

Die Nutzung des Tagesgeldes kann einfacher nicht sein. Von dem eigenen Girokonto, welches in der Bankensprache dann als Referenzkonto bezeichnet wird, kann nach der Eröffnung ein individuell festgelegter Betrag auf das Tagesgeldkonto transferiert werden. Die Kreditinstitute machen weder Vorgaben, welcher Betrag eingezahlt werden muss, noch wie lange dieser auf dem Konto sich befinden muss. Eine tägliche Verfügbarkeit ist damit gegeben. In der Zeit, in der sich ein Guthaben auf dem Tagesgeldkonto befindet, wird dieses auch tagegenau verzinst werden. Die Tagesgeldzinsen sind höher als bei anderen Anlagen, die täglich verfügbar sind. Da das Guthaben zudem über die Einlagensicherungsfonds geschützt ist, kann der Anleger  selten anderweitig besser das Geld auch nur kurzfristig „parken“.

Das Tagesgeld anlegen – ein Tagesgeldkonto eröffnen

Wer ein Tagesgeldkonto eröffnen möchte, der kann dieses auf unterschiedliche Wege machen. Kaum ein Kreditinstitut bietet seinen Kunden heutzutage kein Tagesgeld an. So ist eine recht große Auswahl gegeben.

Einerseits kann die Geldanlage bei der eigenen Hausbank vor Ort geführt werden, andererseits sind es die Onlinebanken, die hier sehr interessante Angebote bereithalten.

Die Vorteile, wenn das Tagesgeld online angelegt wird:

Viele Kunden sehen es so, dass der Abschluss von Produkten online sehr viel einfacher ist. Der Weg zur Bank kann gespart werden, eine persönliche Vorsprache, was nur zu eingeschränkten Öffnungszeiten möglich ist, entfällt. Online kann auch das Tagesgeld zu jeder Tages- und Nachtzeit abgeschlossen werden.

Da viele Kreditinstitute online um die Gunst der Kunden buhlen, ist es auch bei dem Tagesgeldkonto der Fall, dass sich die Konditionen der einzelnen Institute stark unterscheiden. So kann online erst einmal ein Vergleich der Konditionen erfolgen, bevor dann die Kontoeröffnung bei der Bank erfolgt, welche sich als die herausstellt, die die höchsten Zinsen aktuell bieten kann.

  • Onlinebanken bieten höhere Tagesgeldzinsen an,
  • Bessere Vergleichbarkeit der Angebote

Höhere Zinsen, geringere Kosten bei den Onlinebanken

Die Onlinebanken, welche auch als Direktbanken bezeichnet werden, bieten ihre Produktpalette fast ausschließlich über das Internet an. Daher sparen sie selbst viele Gelder ein, da sie weniger Mitarbeite und diese dann anders beschäftigen müssen. Für den Kunden bringt es den Vorteil ein, dass die Produkte für ihn günstiger oder besser verzinst erhalten werden können.

Für das Produkt Tagesgeld bedeutet dieses: höhere Tagesgeldzinsen, geringere oder gar keine Kosten für die Kontoeröffnung und die Kontoführung.

Online Tagesgeldkonten vergleichen – bessere Transparenz der Produkte

Wenn bei der eigenen Hausbank nach dem Tagesgeld gefragt wird, dann wird es der Kunde sicherlich auch erhalten. Für die meisten Menschen aber ist gerade der Gewinn aus der Geldanlage maßgebend, und somit der Tagesgeldzins. Dieser kann bei der Hausbank weder beeinflusst werden, noch werden die Mitarbeiter die Zinsen anderer Kreditinstitute nennen.

Wer mehr aus seiner Geldanlage herausholen möchte, der sollte daher online einen Tagesgeldvergleich machen. Dieser enthält die Zinsen der Kreditinstitute, die auf den eigenen Bedarf abgestimmt sind. Nur so können die Produkte transparenter werden, was zur Folge haben wird, dass die Entscheidung, bei welchem Kreditinstitut das Tagesgeld angelegt wird, eines sein wird, welches sich mit hohen Zinsen im Vergleich auszeichnen kann.

Die Verfügbarkeit des Geldes bei dem Tagesgeld

Der wohl wichtigste Grund, warum das Tagesgeld eröffnet wird, ist die Flexibilität des Kontos. Denn anderweitig können recht hohe Zinsen nicht erhalten werden, und das Geld stetig zur Verfügung stehen. Für einen Anleger, der sich aus dem Grund der Verfügbarkeit des Geldes für das Produkt entscheidet, ist daher sehr wichtig, dass die Banken auch halten, was sie versprechen.

Wie sieht es wirklich aus?

Die Kreditinstitute preisen das Tagesgeldkonto mit einer täglichen Verfügbarkeit an. In der Regel ist dieses auch der Fall, nur kann der Kunde das Geld, über das er verfügen möchte, nicht auch wirklich an diesem Tag dann auch in den Händen halten. Der Grund ist der, dass das Guthaben auf das Referenzkonto transferiert werden muss. Wenn der Anleger dieses Konto bei einer anderen Bank, als bei der, bei der er das Tagesgeldkonto hat, führt, kann es wegen der Buchungszeiten auch der Fall sein, dass über das Geld wirklich erst in drei Werktagen verfügt werden kann.

Gleiches gilt auch dann, wenn das Geld auf das Tagesgeldkonto transferiert werden soll. Auch hier kann wegen der Buchung zu einer anderen Bank die Banklaufzeit einige Tage in Anspruch nehmen.

Aus diesen Gründen sollte der Kunde abwägen, ob es nicht sinnvoller ist, das Referenzkonto bei der Bank zu führen, bei der auch das Tagesgeldkonto geführt wird.

Das Referenzkonto

Bei allen Kreditinstituten wird als Voraussetzung zur Eröffnung eines Tagesgeldkontos ein Referenzkonto vorausgesetzt. Doch keine Angst, bei diesem Konto handelt es sich um nichts anderes, als um ein herkömmliches Girokonto. Den meisten Banken ist es egal, wo das Konto geführt wird, andere wiederum wünschen auch dieses Konto in ihrem Hause zu haben. Und auch für die Verwendung ist es einfacher aus Kundensicht, wenn es bei der gleichen Bank geführt wird. Da das Referenzkonto zur Verrechnung dient, daher wird auch immer wieder die Bezeichnung Verrechnungskonto zu finden sein, werden Gelder von diesem Konto auf das Tagesgeldkonto transferiert und andersherum erfolgt es ebenso. Da die Banken Buchungen intern sehr viel schneller ausführen können, ist es ein großer Vorteil, wenn schnell Geld zur Verfügung gestellt werden soll, dass das Referenzkonto und das Tagesgeldkonto bei gleicher Bank bestehen. Die Banklaufzeit zu anderen Banken kann mitunter einige Tage in Anspruch nehmen, was nicht nur bei der Zinsgutschrift dann nachteilig werden kann.

Viele Kreditinstitute, vor allem die Onlinebanken bieten zu dem Tagesgeldkonto in der Kombination ein kostenfreies Girokonto an.

Das Tagesgeld kündigen

Nicht nur dann, wenn das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto benötigt wird, besteht ein Grund, das Tagesgeld zu kündigen. Viele Menschen achten auf die Zinsen, die für die Geldanlage erhalten werden kann. Da hier der Zins variabel angepasst werden kann, können die Zinssätze bei anderen Banken attraktiver sein. Auch dieses ist ein Grund, das Tagesgeldkonto zu kündigen und das Guthaben daraus bei einer anderen Bank, besser verzinst, anzulegen (Tagesgeld Hopping).

Die Kündigung kann täglich erfolgen und kein Kunde erleidet dabei einen finanziellen Verlust. Die Auszahlung des Betrages auf das Referenzkonto kann allerdings nicht immer auch am gleichen Tag erfolgen.

Wichtig ist es, wenn alles Geld von dem Tagesgeldkonto entnommen worden ist, das Konto aktuell nicht mehr genutzt werden soll, dass es zusätzlich noch gekündigt werden muss. Andererseits wird es bei den meisten Banken „weiterlaufen“. Wer aber in der Zukunft sich die Möglichkeit auf ein gutes Neukundenangebot bei den Banken offen halten möchte, der sollte an die zusätzliche Kündigung denken.

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